Nach vielen Jahren des dezentralen Abiturs wurde in den Ländern Brandenburg (2005) und in Berlin (2007) das Zentralabitur eingeführt. Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik sind die Fächer, in denen beide Bundesländer zentrale schriftliche Abituraufgaben stellen. In anderen Fächern ist die Praxis noch unterschiedlich.
Bis einschließlich 2009 erhalten die Schülerinnen und Schüler in beiden Bundesländern in den oben genannten vier Fächern noch unterschiedliche Prüfungsklausuren. Ab 2010 wird es einheitliche schriftliche Abituraufgaben für die Berliner und brandenburgischen Schülerinnen und Schüler in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik geben. Die Vorbereitung auf dieses erste gemeinsame Zentralabitur zweier Bundesländer erfolgt auf der Basis eines gemeinsamen Rahmenlehrplans, des Kerncurriculums, das Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam für die Sekundarstufe II erarbeitet und beschlossen haben. Auch diese Art der länderübergreifenden Zusammenarbeit stellte ein Novum dar.
Dieses erste gemeinsame Zentralabitur wird, entsprechend dem gemeinsamen Kerncurriculum, kompetenz- und standardorientiert sein und damit – im Einklang mit den Vorgaben der KMK – anerkannte Maßstäbe für einen effizienten und schülerorientierten Unterricht erfüllen.
Zur fachlichen Vorbereitung werden Prüfungsschwerpunkte in den vier Fächern veröffentlicht, die für beide Bundesländer gelten.
Unabhängig davon werden aber die Grundsätze zur Durchführung der schriftlichen Abiturprüfung nach den Bestimmungen des jeweiligen Landes geregelt. Weitergehende Detailregelungen werden zu gegebener Zeit noch bekanntgegeben.
Die Länder Berlin und Brandenburg setzen damit ein Zeichen eine für schulpolitische Kooperation im Interesse einer optimalen Förderung der Schülerinnen und Schüler.
Weiterführende Hinweise zu den gemeinsamen Fächern im Zentralabitur in Berlin und Brandenburg finden Sie auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg (bbb).